Fragen und Antworten

Hier haben wir die häufigsten Fragen zum Thema Blutspende gesammelt und beantwortet. Sollten Sie weitere Frage haben, nutzen Sie bitte einfach unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Wer benötigt überhaupt Blut?

Blutkonserven werden nicht nur bei großen Blutverlusten, z. B. nach Unfällen und Operationen, benötigt, sondern auch in der Therapie von Krebspatienten und angeborenen Störungen der Blutbildung und der Blutgerinnung.

Täglich werden in Deutschland ca. 15.000 Blutkonserven transfundiert, bei stetig steigendem Bedarf.

Versorgungsengpässe sind riskant und können nur durch aufwendige nationale und internationale Eiltransporte ausgeglichen werden.

Mehr Dauerspender aus unserer Region bedeuten bessere Versorgung und mehr Sicherheit.

Jeder kann auf eine Blutkonserve angewiesen sein!

Welche körperlichen Voraussetzungen gibt es?

Sie müssen mindestens 50 kg wiegen.

Das kleine Blutbild, Puls, Blutdruck und Körpertemperatur müssen normwertig sein. Diese Werte werden vor jeder Spende bestimmt.

Zur Gesunderhaltung des Spenders und zur Sicherheit des Blutproduktes gibt es eine Reihe von Gründen, die zum Ausschluss von einer Blutspende führen können.

Die genauen Voraussetzungen entnehmen Sie bitte den allgemeinen Spendebedigungen oder fragen in unseren Zentren nach!

Muss ich einen Termin machen?

Für die normale Vollblutspende müssen Sie keinen Termin mit uns vereinbaren. Sie können jederzeit während unserer Spendezeiten vorbeikommen.

Bei der Plasma- und Thrombozytenspende verabreden wir mit unseren Spendern dagegen feste Spendetermine.

Wie groß ist der Zeitaufwand für eine Blutspende?

Wir sind stets bemüht, die Wartezeiten so gering wie möglich zu halten. Für die Aufnahmeformalitäten, die eigentliche Blutspende und die Ruhezeit nach der Spende sollten Sie jedoch mit folgenden Zeiten rechnen:

Erstspendewillige: 60–90 Minuten

Vollblutspende: 45 Minuten

Plasmaspende: 60–70 Minuten

Thrombozytenspende: 90 Minuten

Bei hohem Spendeaufkommen können sich diese Zeiten jedoch etwas verlängern. Wir bitten dann um Ihr Verständnis.

Welche Vorteile habe ich als Blutspender?

Das gute Gefühl, ein Lebensretter zu sein

Wir stellen immer wieder fest: Der Wunsch, anderen Menschen zu helfen, ist die stärkste Motivation für unsere Spender.

Gesundheits-Bonus

Unsere Spender tun nicht nur anderen, sondern auch der eigenen Gesundheit etwas Gutes: Wie internationale Studien zeigen, erleiden aktive Blutspender viel seltener einen Herzinfarkt und haben ein geringeres Schlaganfall-Risiko als andere Menschen.

Außerdem erhalten unsere Spender bei jeder Blutspende einen kostenlosen Gesundheits-Check, bei dem wir Blutdruck, Puls und Temperatur überprüfen, eine Reihe von Blutwerten messen und das Blut im Labor auf verschiedene Krankheiten untersuchen. Außerdem führen wir in regelmäßigen Abständen eine körperliche Untersuchung mit dem Spender durch. So können wir eventuelle gesundheitliche Probleme oft schon im Anfangsstadium entdecken und eine frühzeitige Behandlung ermöglichen.

Bitte beachten Sie: Diese Untersuchungen dienen in erster Linie dazu, die Eignung als Blutspender festzustellen. Sie sind kein Ersatz für den umfassenden Gesundheitscheck beim Hausarzt!

Blutspender-Ausweis

Der Blutspender-Ausweis enthält wichtige medizinische Informationen und erleichtert im Notfall die Behandlung des Spenders.

Erhalte ich eine Aufwandsentschädigung?

Wir gewähren eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 20 Euro bei der Vollblutspende und von bis zu 17 Euro bei der Plasmaspende.

Sie können einen neuen Erstspender für uns gewinnen? Dafür bekommen Sie einen Werbebonus in Höhe von 20 EUR nach der ersten erfolgreichen Spende des "Neuen".

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Nach der Blutspende treten in der Regel keine spürbaren Störungen des körperlichen Wohlbefindens auf! Die meisten Blutspenden verlaufen völlig komplikationslos.

Eine Infektionsgefahr für Sie als Spender besteht nicht, da generell nur steriles Einmalmaterial verwendet wird.

Selten kann sich aber an der Punktionsstelle ein kleiner Bluterguss bilden. Sehr selten kann es zu Verletzungen der Hautnerven und Schäden an den Blutgefäßen kommen.

Gelegentlich werden während der Spende oder auch kurz danach Kreislaufschwächen verbunden mit Schwindelgefühl und Übelkeit (besonders bei Menschen mit labilem oder niedrigem Blutdruck) beobachtet. Diese Reaktionen sind harmlos und verschwinden bei entsprechender Behandlung nach kurzer Zeit wieder.

In seltenen Fällen kann es zu starkem Blutdruckabfall (Kreislaufkollaps) kommen, der gegebenenfalls dann mit einem Volumenersatzmittel behandelt wird.

Hier einige Empfehlungen, wie Sie dazu beitragen können, Kreislaufreaktionen zu vermeiden:

  • Kommen Sie nie mit leerem Magen zur Blutspende
  • Trinken Sie vorher reichlich Mineralwasser, Säfte o.ä.
  • Vermeiden Sie Hektik und Stress vor und nach der Spende
  • Bringen Sie einfach ausreichend Zeit mit
Wie lange sind Blutprodukte haltbar?

Konzentrate mit roten Blutkörperchen sind im Konserven-Kühlschrank bei 2 bis 6 Grad Celsius bis zu 42 Tage haltbar.

Thrombozyten-Konzentrate können bei 20 bis 24 Grad Celsius vier Tage aufbewahrt werden. Dabei müssen die Konserven durch einen so genannten Thrombozyten-Agitator ununterbrochen bewegt werden, damit die Konzentrate nicht verklumpen.

Blutplasma hingegen wird zunächst bei –80 Grad Celsius schockgefroren und dann bei unter –30 Grad Celsius aufbewahrt. So kann es noch bis zu 18 Monate später verwendet werden.

Wie oft kann man Blut spenden?

Der Zeitraum zwischen zwei Blutspenden ist abhängig von der Spendenart:

Vollblutspende

Männer: alle 8 Wochen, max. 6 × pro Jahr 
Frauen: alle 12 Wochen, max. 4 × pro Jahr

Plasmaspende

max. 60 × pro Jahr

Thrombozytenspende

max. 26 × pro Jahr

Bitte beachten Sie: Die hier angegebenen maximalen Spendehäufigkeiten können unter Umständen nicht erreicht werden, wenn ein Spender mehrere Spendearten mischt. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an das Spendezentrum.

Wie wird der Blutverlust ausgeglichen?

Nach einer Blutspende von 500 ml Blut wird der Flüssigkeitsverlust, sofern Sie reichlich Alkoholfreies trinken, innerhalb von 24 Stunden vom Körper ausgeglichen.

Zum Neuaufbau der gespendeten roten Blutkörperchen benötigt der Körper etwa zwei Wochen. Der entstandene Eisenverlust wird innerhalb von zwei Monaten ausgeglichen, bei Frauen kann dies jedoch länger dauern, da sie naturgemäß einen erhöhten Eisenbedarf haben.

Eisen und für die Blutbildung notwendigen Stoffe werden über die Nahrung aufgenommen. Für einen Dauerspender ist es besonders wichtig, auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu achten.

Das bei der Plasmaspende verlorene Eiweiß wird innerhalb von zwei Tagen ersetzt. Ein regelmäßiger Plasmaspender sollte auf eine eiweißreiche, aber fettarme Ernährung achten.

Die Blutplättchen, die bei der Thrombozytenspende dem Körper entzogen werden, werden innerhalb von ein bis zwei Tagen ersetzt.

Lesen Sie auch links unsere Ernährungstipps für Blutspender

Ist der Schutz meiner Daten gewährleistet?

Im Rahmen einer Blutspende werden personenbezogene Daten erhoben, verarbeitet und gespeichert. Diese Daten unterliegen grundsätzlich der ärztlichen Schweigepflicht und dem gesetzlich vorgeschriebenen Datenschutz.

Was bedeutet Quarantänelagerung von Plasma?

Das aus Vollblut gewonnene Frischplasma (Blutflüssigkeit) muss bis zur endgültigen Freigabe vier Monate tiefgefroren bei unter –30°C gelagert werden, das ist die sogenannte Quarantänelagerung. Erst wenn der Spender nach diesen vier Monaten erneut zur Spende oder einer Laborkontrolle kommt und die dann durchgeführten labormedizinischen Untersuchungen (z. B. HIV und Hepatitis) negativ waren, kann das Plasma für die klinische Verwendung freigegeben werden.

Wenn der Spender nicht mehr zur Spende erscheint und eine erneute Blutprobe nicht entnommen werden kann, darf das gewonnene Blutplasma nicht verwendet werden.

Aus diesem Grund ist es außerordentlich wichtig, dass Spender dauerhaft und regelmäßig zur Spende kommen.

Was ist eine Risikogruppe?

Zur Risikogruppe zählen Personen, die durch ihr Sexualverhalten oder ihre Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko für durch Blut übertragbare Infektionskrankheiten (wie zum Beispiel Hepatitis, AIDS) haben:

  • i.v. Drogenabhängige
  • Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern
  • Personen, die der Prostitution nachgehen
  • Männer, die Sexualverkehr mit Männern haben (MSM)
Ernährungstipps für Blutspender

Die für die Blutbildung wichtigen Nährstoffe sind in folgenden Lebensmitteln enthalten:

Eisen

Gemüse/Obst: Rote Beete, gelbe Rüben, grünes Gemüse, Mangold, Spargel, Himbeeren, schwarze Johannisbeeren, Trockenobst, Holunder, Nüsse (besonders Paranüsse), Pinien, Sonnenblumenkerne, Sesam, Vollkorngetreide (besonders Roggen), Haferflocken,Vollreis, Linsen, Bohnen, Erbsen
Fleisch/Fisch: mageres Rindfleisch, Lamm, Kalb, Schwein, Rotbarsch, Sardinen, Miesmuscheln

Vitamin B12

Milchprodukte, Eier, Fleisch, Fisch, Hefe

Folsäure

dunkelgrünes Blattgemüse, wie z.B. Feldsalat, Petersilie, Spinat, Brokkoli, Grünkohl, alle übrigen Kohlsorten, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Nüsse, Vollkorn, Weizenkeime, Hefe

Vitamin B6

generell in pflanzlicher Kost, besonders in: Vollkorn, Soja, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Möhren, Avocados, Nüssen, Mandeln, Bananen, Trauben, Rosinen, Feigen

Biotin

grünes Blattgemüse, Hefe, Kohlsorten (Brokkoli, Blumenkohl), Wildkräuter, Hülsenfrüchte, Nüsse, Sojaprodukte, Kakao (Schokolade)

„Eisendiebe“, die die Aufnahme von Eisen im Körper verhindern sind: 
Kaffee, schwarzer Tee, Milch, Joghurt, Cola, Rotwein. Diese sollten Sie nicht direkt zu den Mahlzeiten zu sich nehmen.

Bereiten Sie Gemüse schonend zu. Bei starker Hitze können Vitamine zerstört werden.